Meine Autos
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In meinem doch noch nicht so langen Leben habe ich schon einige Autos besessen.

Alles begann mit einem Opel Ascona B aus dem Jahre 1979.

Ich habe ihn 1991(eine Woche vor meiner Fahrprüfung) für 500,- DM gekauft und fuhr ihn, bis er am Heck eines Porsches zerschellte.

Die nächsten zwei Autos waren aus dem Hause Audi und trugen die Nummer 80. Nach diesen zwei Autos und einem neuerlichen Unfall, war ich in der Versicherung so hoch gestiegen (200%), dass erst einmal ein himmelblauer Trabant herhalten musste.

Danach kam ein  Renault R 5. Heiße Kiste, hat kaum Sprit verbraucht und war sehr spritzig. Aber der TÜV trennte uns und so kam ich zu meinem ersten Japaner, ein Mazda 323. Er war sehr zuverlässig, aber leider überlebte er einen Unfall nicht, bei dem mir eine alternde Frau die Vorfahrt nahm.

Sehr preiswert kam ich jedoch an einen Golf 1 heran und so war ich wieder mobil. Der war aber so am Ende, dass ihm letztendlich nur noch die Presse helfen konnte.

Danach kam ein roter Nissan Sunny Kombi, den ich aber bald durch ein 929 Mazda Coupé ersetzte. Dieses Fahrzeug war und ist ziemlich selten in Deutschland, da es eigentlich für den amerikanischen Markt gebaut wurde. Meine ersten Erfahrungen mit dem "American way of Drive" habe ich also in einem Japaner gemacht.

Dann endlich ein (wie ich dachte) richtiges amerikanisches Auto! Ein Chrysler Le Baron Convertible. Angetrieben von einem V6 Motor mit 3 Litern Hubraum und ausgestattet wie es sich für einen amerikanischen Wagen gehört. Leder, elektrisches Verdeck, Klimaanlage, Sitze und Fenster elektrisch, Tempomat, 4-Gang Automatik ect. 

Allerdings erfuhr ich später, dass dieser Chrysler die USA nie gesehen hatte, denn er wurde in Österreich produziert und der Motor kam von Mitsubishi. Diesen Wagen fuhr ich immerhin gute zwei Jahre. Doch wie das bei amerikanischen Autos so ist, die in die Jahre kommen, so nach und nach ging immer mehr kaputt. Ich habe ihn dann in ziemlich jämmerlichem Zustand verkauft und wollte mir diesmal einen "richtigen" Ami holen und wenn möglich einen Cadillac. 

Mein Herz schlägt für die US-Cars der 70er Jahre. Diese wunderbar eckigen Formen, kaum ein Wagen unter 6 Meter, das wollte ich haben. Als ich mich aber mit dem Thema näher beschäftigte, fand ich schnell heraus, dass so ein Wagen für den Alltag nicht finanzierbar ist. Nicht das Benzin ist das Problem, sondern die Steuern. 

Ich wollte dann vernünftig sein und kaufte mir ein "Vernunftauto". Einen 626er Mazda mit Automatik, Klimaanlage und was ich noch so alles bekommen konnte. Doch nach 6 Wochen hatte ich genug von dieser Blechbüchse und ich habe den Mazda verkauft. Schon beim Starten des Motors verfinsterte sich mein Gemüt, denn selbst mein 6-Zylinder aus dem La Baron klang da um Welten besser. 

Also bin ich wieder auf die Suche nach Cadillac´s gegangen. Wenn schon keiner aus den 70ern, dann einen aus den End-80ern mit Katalysator, um die Steuern bezahlen zu können. 

Im März 2001 war es soweit. Ich fuhr in die Schweiz und brachte mir einen 88er Cadillac Sedan de Ville in silbergrau metallic mit. Dieser Wagen übertraf natürlich an Ausstattung den Le Baron um Welten. Mehr dazu auf der Cadillac-Seite. Doch auch in diesem wunderschönen Wagen merkte ich bald, dass es nicht der Wagen war, den ich eigentlich wollte. 

Meine Gedanken gingen immer wieder zu einem Cadillac Convertible aus den 70ern, wie ich es ja schon von Anfang an haben wollte. Und um dieses Ziel zu erreichen, habe ich den Deville im September wieder verkauft und mit als fahrbaren Untersatz einen alten Opel Kadett geholt.

Und am 21.12.2001 war es so weit! Ich war endlich im Besitz eines Eldorado Convertible von 1975. Stolz wie Oskar fuhr ich diesen riesigen Straßenkreuzer aus dem Ruhrgebiet nach Hannover, weil es zu weit bis nach Berlin war.

Die Fahrt war ein kleines Abenteuer. Die Lichtmaschine lieferte grade noch so viel Strom, dass der Motor nicht ausging und die Scheibenwischer waren wahrscheinlich so alt wie das Auto. Dazu ließ sich das Verdeck nicht richtig verriegeln, da der Verriegelungsgriff auf der Fahrerseite abgebrochen war. Sehr unangenehm, wenn es regnet und schneit und es dunkel ist. Aber wir sind wohlbehalten in Hannover angekommen. Am 24.12.01 fuhr ich dann die restliche Strecke nach Berlin. Diesmal hat es geschneit aber auch diese Fahrt verlief ohne Zwischenfälle.

Den Kadett ersetzte ich im Januar 2002 durch einen Chrysler Le Baron Coupe mit Vollausstattung. Aber im März habe ich diesen wieder verkauft, weil zu viele kostenintensiven Reparaturen anstanden.

Dann bekam ich von meiner Tante einen Daihatsu Charade. Dieser starb aber schon nach 3 Wochen. Der Motor machte auf der Autobahn schlapp. Als nächstes fuhr ich einen Opel Corsa, doch das war nur eine kurze Sache, da er nun wirklich keinen Spaß gemacht hat. Also kaufte ich einen Chrysler Saratoga mit dem ich auch sehr zufrieden war. Leider war der Motor nicht in Ordnung, so dass ich den Wagen zum Händler zurückgebracht habe.

Im März 2003 habe ich mir einen Cadillac Eldorado als Daily Driver aus München geholt. Ich bin hingeflogen und auf der Rückfahrt über Dresden gefahren, weil mir der Weg an einem Tag nach Berlin zu weit war. Nach einem schönen Abend bei meinem Vater bin ich am nächsten Tag wohlbehalten in Berlin angekommen.

Obwohl ich mit dem Eldorado sehr zufrieden war, habe ich ihn im Juli 2003 wieder verkauft, weil ich mir einen fetten amerikanischen Kombi mit Holzdekor gekauft habe. Es handelt sich um einen Pontiac Parisienne.

Durch die Steueränderung habe ich den Pontiac wieder verkauft, weil mir die Steuern und auch der Benzinverbrauch für einen daily driver zu heftig waren. Ich bin dann im Sommer 2004 auf einen 626er Mazda umgestiegen. Doch wie ihr wisst, lässt einen das V8 Virus nicht mehr los und so bin ich grade wieder auf der Suche nach einem schicken Cadillac.

 

Wird fortgesetzt....

 

Stand: 27.01.06